15.05.2017

[Rausgekramt] Besser klein als gar nicht: Minilacke und ein Minifläschchen

Ich hab mal wieder lackiert.. und das will ich euch gerne zeigen. Leider fällt mir kein krauser Titel dafür ein... aber das ist ja eigentlich Nebensache. Oder?

Ganz untypisch für mich ist ein babyrosé Lack auf die Nägel gewandert. Er ist noch unlackiert und aus der Lackmischbox von Ciaté, wie hieß sie noch,  nail lab vielleicht. Bisher noch nie probiert, weil nicht meine Farbe.

Aber jetzt mal. Oben drauf kamen dann, weil es eben doch zu bleich war, ein paar Krakel der wasserlöslichen Lacke von Primark. Ich mag ja diese skizzenartigen Muster, auch wenn dieses hier doch recht... "basic" ist.

Aber bei mir hält ja alles doch nur einen Tag oder so, das ist auch der Grund,  warum ich diese Tage nur ganz selten lackiere. Es ist das trocknen lassen und nichts anfassen können... und fünf Stunden später *knacks* ist der Lack irgendwo ab. Mäh.

Ach ja, ich hoffe, euch gefällts und ich schaffe bald wieder einen Post, denn das macht mir eigentlich Spaß. Ich werde bloß weniger über Lacke berichten. Allerdings bin ich jetut nicht so der Makeupfreak, der viele Schminktips und Looks macht...  aber vielleicht fällt mir noch was ein...

Ihr merkt vielleicht schon, ich bin momentan in einer komischen Stimmung, wird aber sicherlich auch mal wieder besser. Ich habe gerade etwas recht heftiges zu verarbeiten. Und etwas anderes, sehr wichtiges zu finden. Und ich lasses mal bei dieser kryptischen Aussage und grüß euch herzlich. Machts gut und ich hoffe, ihr kommt ab und zu nochmal vorbei! Danke!



02.05.2017

[Experiment] Nailart-Folien aus Acryl DIY

Wie einige von euch vielleicht wissen, habe ich ja vor einigen Jahren (Kinners, wie die Zeit vergeht!) öfter mal Nagelfolien /Aufkleber /Decals aus Nagellack gemacht. Ich mag die Idee, nicht auf dem Nagel malen zu müssen, aber es gibt, wie bei allem, Vor- und Nachteile. Lackfolien passen sich Kurven nicht zu gut an und je nach Lack und Alter, brechen sie auch schon mal gerne.

Nun habe ich ja seit einer Weile wieder Acrylfarben und nun musste ich auch mal versuchen, damit Nagelfolien zu machen. Da ich gerade in einer Phase des Strukturen entwickeln war, gab es ein all-over-pattern von mir. In Neonpink, weil ich das gerade com Drucken her hatte. Mit nem bissel Neonlila. Und noch ein paar Varianten.

Hergestellt habe ich die Folien, indem ich zuerst das Muster auf Stickerpapier gamalt, gesponget oder gewasimmert habe und nach dem Trocknen mehrfach mit Acrylbinder (das ist Acrylfarbe ohne Pigment, etwas anders als Klarlack) überschichtet habe.

Ich zeige euch hier kein how to, sondern einfach jur einnen kleinen Bericht, was ich machte. Wenn euch ein how to interessiert,  sagt das und ich werde eines machen.

Diese gut getrocknete Farbe ließ sich recht leicht vom Stickerpapier ablösen, nur am Rand hielt sie besser, in den Linien, die beim Sticker stanzen entstanden. Mit einer Stecknadel drunter und alles ging gut ab.

Das Ergebnis war eine elastische, recht dünne und relativ gleichmäßige Folie. Diese schnitt ich grob in nagelgroße Rechtecke und weil irgendwie nur acht lilarosa Rechtecke dabei rauskamen, schnipperte ich schnell noch zwei grüne dazu.

Diese erinnern in der Handhabe ein wenig an Abziehbilder, so dünn, dass sie gerne mal überall kleben. Aber nur ein wenig, weil sie dehnbar sind. Sie fühlen sich etwa so an, wie die Gemüsetüten im Supermarkt, in dehnbarer.

Jedenfalls presste ich diese auf den noch klebrigen Lack und ließ etwas trocknen. Dann stellte ich fest, dass das Acryl doch nicht so leicht acetonlöslich ist, wie ich mich vom Pinsel reinigen beim Malen erinnere. Mit Aceton kann man recht gut versiffte Pinsel von Acrylfarben reinigen. Hier wollte sich aber beim Versäubern mit dem Wattestäbchen nicht wirklich etwas lösen. Ok ok, schnell die kleine Schere raus und abgeschnippert. Fummelig,  aber es geht.

Dann habe ich mit Topcoat versiegelt. Natürlich blieben doch kleine Fitzelchen am Rand, die ich erst im Laufe des Tages entfernte. Auf den Fotos könnt ihr sie noch gut erkennen *grummel*  das ging aber ganz gut zwischendurch. Aber es war mehr Fisselei beim Versäubern als erhofft. Das Aufbringen ging sehr gut, Fältchen verschwanden einfach.

Diese Mani hat drei, vier Tage überstanden, das ist sehr lang bei mir! Das ablackieren war, wie erwartet, etwas fisseliger, aber ging ok, etwa wie ein  Glitzerlack mit kleinen Stücken, die man vom erweichten Lack leicht abkratzen kann, bevor man den Lack darunter ablackiert.

Nun fragt ihr euch vielleicht "warum macht sie das?"
Nun, einmal, weil ich sowas einfach ausprobieren muss. Dann ... warum nicht?

Hat sich das alles gelohnt? 
Von der Fisselei beim Versäubern her, nein!
Vom Spaß beim Folie machen, ja.
Von der Tragezeit her, ja!

Sind ja doch schon zwei von drei. 😁

Ich habe festgestellt, dassselbst gemachte Folien aus Nagellack auch länger halten als einfach lackiert. Das hängt vielleicht mit der Schichtbildung zusammen? Egal. Wenn ich etwas für länger brauche, lohnt es sich, denke ich. Ansonsten ists zu viel Arbeit, wegen des Versäuberns.

Die Bilder zeigen die fertigen Folien und die Folien auf den Nägeln, mit und ohne Topcoat. Allerdings habe ich es nicht mehr geschafft, nach dem Versäubern nochmal ein Bild zu machen, entschuldigt bitte das weiß auf dem Finger...  meine Nagelhaut ist auch nicht so schick, aber ich wollte es euch trotzdem zeigen. Die Bilder sind auch genauso grau wie der Himmel am Tag des Knipsens. Ich habe versucht, das Beste draus zu zaubern, aber... naja. ☹ Sah besser aus, das distressed-Muster machte sich recht gut.

Die Folien kann man übrigens auch auf Gegenstände kleben, sie halten auf vielen  Oberflächen auch ohne Leim recht gut!

Ich werde nächtens mal versuchen, Folien in der Nagelform zu produzieren, die hoffentlich nicht beschnippelt werden müssen. Dazu habe ich ja mal die Nagelform abgenommen und auf Stickerpapier übertragen. Dann brauche ich hoffentlich nur abziehen und aufzudrücken. Yay! Mal sehen!

Findet ihr solche Experimente sinnfrei oder spannend? Würdet ihr solche Folien benutzen?